• RAe und Notar
  • Robert, Kempas u. Segelken
  • Sögestraße 34 (Eingang Pelzerstraße 4)
  • 28195 Bremen
  • Tel.: 0421/321121
  • Tel.: 0421/321122
  • Fax.: 0421/18944
  • (24-h-Dienst, Notfälle: 01724107745
  • und
  • 01732706658
  • Impressum
  • Segelken@anwalt-a.de

Kontakt:

E-Mail-Anfragen werden werktags bis 19.00 Uhr beantwortet  

(Tel.: 0421/321121 - Fax.: 0421/18944)

Neben Schadensersatzansprüchen bestehen Entschädigungsansprüche

DM Beteiligungen AG Nach dem Inhalt des Insolvenzgutachtens des Insolvenzverwalters Herrn Rechtsanwalt Horst Piepenburg, Düsseldorf, vom 29.08.2006 an das Amtsgericht Düsseldorf (505 IN 159/06) hatten sich im Rahmen der Ermittlungen auch die Hinweise verdichtet, dass es Verbindungen zwischen der DM Beteiligungen AG und der ebenfalls insolventen Wohnungsbaugesellschaft Leipzig West sowie deren Tochtergesellschaften gibt. Auch hier seien sogenannte „Ketten- bzw. Ringverkäufe“ zu verzeichnen. So wurde eine Gesellschaft, die die DM Beteiligungen AG für Euro 35,1 Mio. von der Leipzig West Liegenschaften erworben hatte, bereits ein Jahr später für Euro 54 Mio. an eine schweizerische Holding verkauft. Auch diese Verkäufe fanden jedoch nur in den Büchern, d.h. bilanziell statt, während Geldflüsse nicht festgestellt werden konnten (S. 7 des Insolvenzgutachtens). Der Herr J. S. von der WGB Leipzig West habe auch bei der DM Beteiligungen AG eine wichtige Rolle gespielt (S. 8 des Insolvenzgutachtens). Die DM Beteiligungen AG gewährte Herrn J.S. am 30.02.2001 ein Genussrecht in Höhe von Euro 1.533.875,60 und am 28.09.2001 ein Genussrecht in Höhe von Euro 2.679.175,31 (S. 12 d. GA).

Insgesamt wurden von der Schuldnerin Schuldverschreibungen in 17 Tranchen mit einem Volumen von insgesamt rd. Euro 145 Mio. ausgegeben. Davon waren zum Zeitpunkt der Antragstellung Euro 93 Mio. noch nicht zurückgezahlt.

Der Vertrieb der Inhaberschuldverschreibungen erfolgte durch die Beilage der Verkaufsprospekte in Zeitschriften. Der Vertrieb erfolgte zunächst ausschließlich in Deutschland und seit 2002 durch ein eigenes Vertriebsbüro auch in Österreich (S. 27 des Insolvenzgutachtens).

Nach den bisherigen Erkenntnissen ist die Schuldnerin Eigentümerin von 71 Immobilien, die mit Grundpfandrechten belastet sind. Da bislang weder eine Bewertung der Immobilien erfolgen konnte, erfolgte eine Berücksichtigung aus Vorsichtsgründen lediglich mit einem Erinnerungswert in Höhe von Null Euro (S. 30 des Insolvenzgutachtens).

Aus den Aktivapositionen Fuhrpark, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Beteiligungen, Rückkaufswerte LV, Gesellschafterdarlehen, Arbeitgeberdarlehen, Mietkaution, Darlehen, Altkonten und einem Anderkonto beträgt die freie Masse Euro 466.000,-- (S. 33 des Insolvenzgutachtens).

Eine Aussage über eine Quotenerwartung könne nicht getroffen werden. Eine spätere Masseunzulänglichkeit sei nicht ausgeschlossen, S. 35 des Insolvenzgutachtens.

 

Soweit in Kurzform aus dem Gutachten des Insolvenzverwalters.