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RA Olafur Gardarsson02

Interessensgemeinschaft Kaupthing: 80 % der Einzahlungen in den nächsten Wochen avisiert - Das Wunder von Reykjavík!

(News4Press.com) - Bremen, den 05.02.2009 - Am 05. Februar 2009 fand eine Gläubigerversammlung der Kaupthing Bank hf. Creditors´ in Reykjavík statt.

Das gleichzeitige Vorhandensein vielversprechender Perspektiven einerseits und der Bedrohung des Totalverlustes andererseits machte den Besuch dieser Veranstaltung erforderlich. Nach dem Zwangsverwalter Rechtsanwalt Olafur Gardarsson (Foto siehe oben links, das Wunder von Reykjavík bekam damit jetzt ein Gesicht) auf dem Kaupthing Bank hf. Creditors´ meeting vor ca. 200 Besuchern aus Deutschland, Spanien, Holland etc. sollen außerhalb des isländischen Moratoriums 80 % der Einlagen „in den nächsten Wochen, nicht Monaten“ ausgezahlt werden, 20 % sollen später folgen. In dem Bericht des Verwalters vom 05.02.2009 heißt es: „As the Bank has now secured sufficient funds it is now possible to pay the large majority of the German depositors back“. (Nach einer neuerlichen Mitteilung der isländischen Ministerpräsidentin soll eine vollständige Rückzahlung einschließlich der Zinsen erfolgen).

Dieser Zwischenerfolg ist der Verbindung von Kräften geschuldet, die in recht unterschiedlichen sozio-kulturellen Kontexten und ökonomischen Situationen angesiedelt sind. Auf dem Meeting waren ca. 20 Deutsche gewesen, daneben zahlreiche Fernsehteams und Journalisten. Die Rechtsanwälte Robert, Kempas, Segelken, Bremen, vertraten mit ca. 250 Kaupthing-Geschädigten die meisten Mandanten mit schriftlichen Anwaltsvollmachten.

Am meisten leiden Familien mit schwindelerregenden Verbindlichkeiten unter dieser Tragödie, die sich in Reykjavik erneut in den monströsesten Ausmaßen offenbarte.

Die Kreditverhandlungen mit den Deutschen seien am schwierigsten gewesen, so der Moratoriums-Verwalter der Kaupthing-Bank.

Dem Kreditangebot des deutschen Fiskus in Höhe von ca. 308 Mio. Euro an den isländischen Staat kam und kommt als Sicherungsmaßnahme eine entscheidende Bedeutung zu.

Alle wissen aber: Das Wunder von Reykjavik wird erst dann zur Wirklichkeit, wenn die Zahlungen erfolgt sind. Dieses Wissen wiegt gerade wegen der zögerlichen Behandlung der Entschädigungsfrage.

Die Delegation der deutschen Kaupthing-Gläubiger gab mindestens 30 gute Interviews.

Die mit den zuständigen Stellen und Kollegen geführten Konsultationen zwecks Förderung der Angelegenheiten der Mandanten bleiben allerdings aus standesrechtlichen Gründen vertraulich.